Ich sitze gern' am Fenster & schaue hinaus in den Garten, über die geplasterte Einfahrt hinweg auf die Straße. Eigentlich wünsche ich mir, wir würden nicht in einem so ruhigen Viertel wohnen, sondern irgentwo direkt an der Straße, an einer großen Straße mit vielen Menschen, die vorübergehen. Ich interessiere mich nicht so sehr für die Bumeln, die Frieder am Weg entlang & in den Beeten direkt am Hasu geplanzt hat. Ich beobachte lieber Menschen, wie sie aussehen & wie sie sich bewegen. Ich versuche, mir immer vorzustellen, was sie gerade denken oder wohin sie vielleicht gehen. Den Garten mag ich eigentlich nur bei schlechtem Wetter, wenn der 'Wind durch die Büsche fegt & sie in zittender Bewegung hält. Oder wenn es, wie jetzt, regnet. Dann beobachte ich, wie die Tropfen auf die Blätter fallen & sie zum Tanzen bringen. Die Blumen biegen sich unter der Last des Wassers, erheben sich wieder, wenn der Regen für einen Moment nachlässt, um dann aufs Neue die Köpfe zu senken. Es ist alles ungeheuer lebendig & gleichzeitig von einer Monotonen Traurigkeit. So ähnlich fühle ich mich auch, wenn ich eigentlich weinen möchte... Es gibt noch mehr, aber den Rest poste ich heute Abend oder morgen. Mal sehen :*